Was wir hier sehen, ist das Ausstellungsmodell eines japanischen Fischers, der nach Oktopoden und anderen Unterwasserdelikatessen Ausschau hält. Das Boot ist auf einer milchigen Plastikunterlage befestigt und erlaubt uns den Blick auf den Fischer, wie er eine Holzkiste mit Glasboden benutzt, damit er den Meeresgrund – wo er etwas Leckeres zu finden hofft – besser sehen kann.
In einem Spiegel, der über dem Boot angebracht ist, sehen wir das Boot, die Ausrüstung und den Fischer, der auf dem hölzernen Boden kniet und seinen Kopf in einer Lederhülle stecken hat, aus dem Blickwinkel einer Möwe. Die Reflektion im Spiegel liefert uns eigentlich nicht viele zusätzliche Informationen und trotzdem involviert sie uns stärker und gibt unserer Vorstellung einen reicheren Eindruck der Szenerie: Wir sind sowohl Beobachter vom Land als auch gleichzeitig Möwe. Ein einfaches Objekt verdoppelt also die Wirkung der Bemühungen des Modellbauers der Szene.


