Isamu Noguchi (1904–1988) zählt zu den bedeutendsten Künstlern und Gestaltern seiner Zeit. Mit seiner weitgefassten Definition von Skulptur schuf er als Bildhauer nicht nur Plastiken, sondern gestaltete auch Bühnenbilder, Leuchten, Möbel und öffentliche Plätze. So gelang ihm der Brückenschlag zwischen bildender und angewandter Kunst.
Der reich illustrierte Katalog enthält unter anderem Essays über Noguchis Interieurs und Möbel, sein Verhältnis zu Brancusi, seine Beziehungen zur New Yorker Kunstwelt, seine Landschaftsgestaltungen sowie japanischen und amerikanischen Einflüssen in Noguchis Werk.
Verner Panton (1926–1998), dänischer Designer mit Schweizer Wohnsitz, war weit mehr als ein Großmeister des Sixties Design. Auch wenn extravagante Formen und der Gebrauch kräftiger, leuchtender Farben zu seinem Markenzeichen gehörten, wurzelt seine Arbeit unübersehbar im eleganten Funktionalismus der Fünfziger Jahre.
Und bei aller Phantasie und Experimentierfreude, die sein Schaffen offenbart, blieb er zeitlebens ein Systematiker, dessen Interesse nicht nur dem einzelnen Objekt, sondern der Entwicklung einer Kollektion und der Gestaltung des gesamten Raumes galt. Verner Pantons außergewöhnlich umfangreiches und vielfältiges Werk wird deshalb heute zu recht als ein wesentlicher Beitrag zur Designentwicklung in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts begriffen.
Der Designer und Architekt Marcel Breuer (1902–1981) zählt zu den wichtigsten und einflussreichsten Gestaltern des zwanzigsten Jahrhunderts. Besonders bekannt sind heute seine Stahlrohrmöbel, wie etwa der legendäre Wassily, die Breuer während seiner Zeit am Bauhaus entwarf. Doch auch die zahlreichen Möbel aus Aluminium oder gebogenem Sperrholz gehören zu den Klassikern der Moderne. In den dreissiger Jahren begann Breuer in den USA seine zweite, äußerst erfolgreiche Karriere als Architekt. Internationale Beachtung fanden neben zahlreichen Wohnhäusern Prestigeprojekte wie das Whitney Museum in Ney York und der Hauptsitz der UNESCO in Paris.
Die vom Vitra Design Museum konzipierte Retrospektive würdigt sowohl Breuers Beitrag zur Designgeschichte des 20. Jahrhunderts, als auch sein breit gefächertes architektonisches Werk, das in den letzten Jahrzehnten weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Der von Alexander von Vegesack und Mathias Remmele herausgegebene Band berücksichtigt erstmals beide Schaffensbereiche Breuers in angemessener Weise. Er enthält Beiträge renommierter Breuer–Experten (Joachim Driller, Isabelle Hyman, Otakar Máčel u. a. sowie persönliche Statements von I.M. Pei und Robert F. Gatje, einem der früheren Partner Marcel Breuers).
Le Corbusier war der wohl bedeutendste Architekt des Zwanzigsten Jahrhunderts. Die Publikation „Le Corbusier – The Art of Architecture“ gibt einen Überblick über sein Oeuvre, das nicht nur Architektur, Möbel- und Inneneinrichtungen, sondern auch Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Tapisserien und Publikationen umfasst. Ausführliche Essays von einigen der bekanntesten Le Corbusier-Experten widmen sich bestimmten Schwerpunkten in Le Corbusiers Schaffen, wie der Beziehung zwischen Skulptur und Architektur, seinen Interieurs, seiner Faszination für die Medien oder seiner lebenslangen Begeisterung für den Orient.
Eine umfangreich illustrierte Biographie veranschaulicht die beeindruckende Vielfalt von Le Corbusiers Lebenswerk, das in einer Zeitspanne von mehr als 60 Jahren entstand. Auf dem neuesten Forschungsstand und mit einer reichhaltigen Auswahl von bisher unveröffentlichten Dokumenten gibt das Buch eine umfassende Einführung für den Laien, eröffnet aber auch für Kenner und Liebhaber neue Perspektiven auf das Werk des „Architect of the Century“.
Sein technischer Ansatz macht Jean Prouvé zu einer zentralen Figur in Design und Architektur des 20. Jahrhunderts. Von seinen Anfängen als Schmied, dann als Industrieller in seinen Ateliers in Maxéville und später als beratender Ingenieur verfolgte er kontinuierlich sein Projekt einer Konstruktion „durch die Industrie“.
Der reich illustrierte Band vermittelt einen Überblick über Prouvés Ideen, seine Produktionsmittel, die Zusammenarbeit mit Architekten und Ingenieuren sowie seine Möbel, Gebäude und Konstruktionssysteme. Mit Beiträgen von über 40 Autoren, eigenen Texten Prouvés und zahlreichen Zeichnungen für seine Vorträge am Conservatoire national des arts et métiers ist dies die bislang umfassendste erklärende Darstellung der Arbeit Jean Prouvés.
Die Miniaturisierung und Vernetzung von Computerprozessoren sowie die Digitalisierung und drahtlose Übermittlung von Daten eröffnen heute dem Wohnen ganz neue Möglichkeiten. Welche Folgen aber hat das für die Wohnarchitektur?
Junge Architekturbüros wurden eingeladen, visionäre Antworten auf diese Frage zu entwickeln. Ihre außergewöhnlichen Visionen werden in dieser Publikation erstmals ausführlich vorgestellt. Ergänzt werden die Aufsätze durch einen empirischen Teil, der umfangreiche und grafisch attraktiv aufbereitete Daten zu demographischen und technischen Entwicklungen liefert, die das Wohnen heute und in naher Zukunft prägen werden.
„Joe Colombo – Die Erfindung der Zukunft“ ist die erste umfassende Publikation zum Gesamtwerk Joe Colombo, der 1971, auf dem Höhepunkt seines Karriere, verstarb. Colombo war nicht nur einer der erfolgreichsten Industriedesigner seiner Zeit, der zahlreiche Designklassiker für Unternehmen wie Kartell, Zanotta, Stilnovo, O-Luce und Alessi entwarf.
Er war auch einer der wichtigsten Visionäre der Sechziger Jahre. Mit seinen futuristischen Interieurs und Wohnmodulen wollte er das „Wohnen der Zukunft“ vorwegnehmen. Ausführliche Essays der besten Kenner von Joe Colombos Schaffen sowie hochwertige Reproduktionen von Colombos Handskizzen, Grundrissen, Objekten und Interieurs zeigen in dieser Publikation, wie Colombo seine weit reichenden Zukunftsvisionen in weltweit erfolgreiche, funktionale Designprodukte umsetzte.
Das amerikanische Designerpaar Charles und Ray Eames hat ein aussergewöhnlich breit gefächertes Werk geschaffen. Von besonderer Bedeutung sind dabei ihre wegweisenden Möbelentwürfe, die auch Jahrzehnte nach ihrer Entstehung nichts von ihrer Aktualität und Gültigkeit eingebüsst haben. Anlässlich des 100. Geburtstages von Charles Eames hat Vitra die Publikation „Die Möbel von Charles & Ray Eames“ herausgebracht.
Der reich illustrierte Band beleuchtet in einem einführenden Teil die Vielfalt und die Charakteristiken des Eames’schen Schaffens. Im Mittelpunkt des Buches steht jedoch das Möbeldesign. Nach Materialien wie Sperrholz, Kunststoff, Draht und Aluminium geordnet, werden hier alle von Vitra hergestellten Entwürfe der Eames ausführlich vorgestellt. Zusammen mit historischen Aufnahmen und Dokumenten bieten Erläuterungstexte reichhaltige Informationen zum designgeschichtlichen Hintergrund und zu den konstruktiven Besonderheiten der Möbel. Zeitgenössische Fotografien veranschaulichen die ästhetische Qualität der Objekte. Wie das Vermächtnis der Jahrhundert-Designer heute bewahrt wird, verdeutlicht ein Gespräch zwischen Rolf Fehlbaum und Eames-Demetrios, der als Enkel der Eames das Eames-Office leitet.
Projekt Vitra ist eine umfassende Publikation zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Vitra. Die reichhaltig illustrierten Kapitel mit Beiträgen von Alex Coles, Rolf Fehlbaum, Luis Fernández-Galiano, Deyan Sudjic und Alexander von Vegesack erzählen Geschichten über die mit Vitra verbundenen Orte, Produkte und Menschen.
Projekt Vitra zeigt auch viel bislang unveröffentlichtes Material aus den Vitra Archiven, erzählt die Geschichten hinter den Möbeln und Designern und demonstriert den Balanceakt zwischen kulturellem Anspruch und wirtschaftlichem Erfolg. Abgerundet wird dieser Überblick durch eine Firmengeschichte und ein umfassendes Glossar.
Herausgeber: Rolf Fehlbaum und Cornel Windlin, ca. 394 S., 500 Farb-, 100 schwarzweiss-Abbildungen. Erscheint im Verlag Birkhäuser, Tel. +41 (0)61 205 07 77, sales@birkhauser.ch
Im Jahr 2008 wäre der amerikanische Designer und Architekt George Nelson (1908–1986) 100 Jahre alt geworden. Nelson war eine der prägenden Figuren des amerikanischen Designs der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der studierte Architekt mit Abschluss in Yale war nicht nur ein bedeutender Designer, sondern auch ein viel beachteter Autor und Publizist, Dozent, Ausstellungsmacher und passionierter Fotograf.
Der Ausstellungskatalog erscheint begleitend zur ersten umfassenden Retrospektive auf George Nelsons Werk. Mit acht Beiträgen deutscher und amerikanischer Designhistoriker widmet sich die Publikation allen Bereichen von Nelsons Schaffen, von denen viele hier erstmalig besprochen werden. Zudem enthält der Katalog ein illustriertes Werkverzeichnis. Der Ausstellungskatalog ist die erste deutschsprachige Publikation über Leben und Werk George Nelsons überhaupt. Der Großteil der Abbildungen stammt aus dem Nelson Nachlass im Archiv des Vitra Design Museums und ist bisher unveröffentlicht.
Die Sammlung des Vitra Design Museums umfasst zahlreiche Objekte und gehört zu den bedeutendsten ihrer Art. Gruppiert nach den zentralen Themen Technologie, Konstruktion, Reduktion, Organik, Dekor und Programm werden die wichtigsten Sammlungsobjekte aus 150 Jahren Möbeldesign in ausführlicher Form dargestellt: Stühle und Sessel, Liegen und Hocker, Tische und Schreibtische, Wohnlandschaften und Regale. Abbildungen von Originaldokumenten und ausführliche Texte geben Aufschluss über die Besonderheit jedes Entwurfs. Mit einer umfangreichen Bibliographie und Biographien der Designer.
Warum ist der Stuhl ein sozialer Gegenstand? Ist das Sitzen von Natur aus vorgesehen? Warum ist Ergonomie oft bloss ein Schlagwort? Wie ist die sitzende Gesellschaft entstanden? Wie hat sich der Charakter von Arbeit historisch verändert und entwickelt? Und wie sehen die Resultate der Auseinandersetzung von Vitra mit diesen und vielen andern Fragen zum Thema Sitzen aus? Antworten auf diese Fragen gibt „Growing a Chair“.
Wie viele Ideen, Forschungen, Entwicklungen, Überlegungen und unerschöpfliches Knowhow hinter jedem Stuhl stehen, mag vielen nicht bewusst sein. „Growing a Chair“ gibt einen Einblick in diesen Fundus des Wissens um das Sitzen. Sorgfältig und fundiert recherchiert wird der Bürostuhl in seinem gesellschaftlichen, kulturellen und historischen Kontext betrachtet. „Growing a Chair“ ist grosszügig illustriert und attraktiv gestaltet. Vitra dokumentiert damit ausführlich die Ernsthaftigkeit eines oberflächlich betrachtet alltäglichen Gebrauchsgegenstandes und gibt einen Einblick in den eigenen Forschungs und Reflexionsstand.
„Leben unter dem Halbmond" gibt einen umfassenden Überblick über die Wohnkulturen der arabischen Welt - von den Nomadenzelten der Tuareg und der Beduinen über marokkanische Kasbahs, prächtige Hofhäuser in Städten wie Marrakesch, Damaskus oder Kairo bis hin zu Gebäuden des 20. Jahrhunderts von Architekten wie Hassan Fathy oder Elie Mouyal.
Textbeiträge und zahlreiche opulente Abbildungen der bekanntesten Orient-Fotografen erläutern funktionale und faszinierende Beispiele von Wohnarchitektur und Wohninterieurs ebenso wie Lösungen für tägliche Abläufe und Alltagsobjekte. Mit Beiträgen von Stefano Bianca, Sébastien Boulay, Mateo Kries, Annegret Nippa, Karin Pütt und Eugen Wirth sowie Fotos von Deidi von Schaewen, Bruno Barbey, Thierry Mauger, Pascal & Maria Maréchaux u.a.
Neben eigenen und den Buch-Publikationen des Vitra Design Muesums veröffentlicht Vitra regelmässig Broschüren. So gewährt der „Workspirit“ alle zwei Jahre zur Büromöbelmesse Orgatec einen Einblick in die Konzepte und die Produktentwürfe für die Vitra Bürowelt. Zum selben Anlass stellt die Broschüre „Our Clients“ die Praxis anhand von realisierten Projekten aus Industrie und öffentlichen Bereichen vor. „Office Overview“ schliesslich vervollständigt das Broschürentrio, das den Messeauftritt begleitet, mit einer umfassenden Kollektionsübersicht der Büromöbel.
Seit 2005 verfolgt die vielfach prämierte Broschüre „Vitra Home Collection“ alljährlich den Zweck, die Idee der „Collage“ im Wohnbereich zu illustrieren und dadurch zu inspirieren. Auch Sondereditionen finden Platz in separaten Broschüren und die Geschichte von Vitra mit all ihren Hintergründen ist in der Publikation „This is Vitra“, die an eine Zeitung erinnert, festgehalten. Die entstandene Vielfalt an Heften, Foldern und Magazinen ist ein wichtiger Teil des gestalterischen Prozesses, den Vitra auch in diesem Bereich vorantreibt.