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Remote world

Vitra Summit - Tag 2, Freitag, 23. Oktober, PM MESZ

Wir haben unserem Zuhause in den letzten Monaten viel abverlangt. Es war unser Rückzugsort und hielt als Büro und Klassenzimmer, Spielplatz und Turnhalle, Restaurant und Kino her. Wir werden auch weiterhin mehr Zeit als früher zu Hause verbringen: Das Arbeiten aus der Distanz bleibt uns erhalten, zumindest in der nächsten Zeit. Wird unsere Freiheit, remote zu arbeiten, zu einer Stadtflucht führen? In diesem Teil des Programms betrachten wir mit Gästen wie der in New York ansässigen Kuratorin und Kunstkritikerin Beatrice Galilee, dem Kreativdirektor der Design Academy Eindhoven Joseph Grima, dem Architekten und Stadtplaner Stefano Boeri und anderen die neue Work-Life-Balance und die Auswirkungen der Telearbeit auf Städte, Unternehmen und die Wohnsituation.

Teilnehmer

  • Asma Khan, Chef and Founder, Darjeeling Express
  • Beatrice Galilee, Executive Director, The World Around
  • Francis Kéré, Architect
  • Joseph Grima, Founder, Space Caviar
  • Mason Currey, Writer and Editor
  • Matt Mullenweg , Co-Founder, WordPress; Founder and CEO, Automattic
  • Maurice Cox, Commissioner of the Department of Planning and Development, City of Chicago
  • Rémi Larrousse, Mentalist and Problem-Solving Wizard
  • Stefano Boeri, Architect and Urban Planner


Remote world programme

Tag 2, Freitag, 23. Oktober, PM MESZ

13:30 – 14:00 - Successful video-conferencing. Tips from a mentalist.
Der Mentalist und Berater Rémi Larrousse widmet sich in dieser Session den neuen Interaktionsregeln in Videokonferenzen. Mit Tipps und Tricks verrät er, wie wir mit der Kunst der Aufmerksamkeit erfolgreiche und produktive Meetings führen. Zusätzlich erklärt er, was unsere Mimik vor der Kamera in virtuellen Konferenzen vermittelt.

Teilnehmer: Rémi Larrousse
14:00 – 15:00 - Remote at work
In den letzten zwanzig Jahren sind Möglichkeiten einer hochwertigen Kommunikation über grosse Entfernungen entstanden, die nun billig, verfügbar und allgegenwärtig sind. Das Büro als Normfall unseres Arbeitslebens wurde dadurch bereits mehr und mehr in Frage gestellt. Nun ist das Büro plötzlich auch noch ein geradezu gefährlicher Ort. Je länger die Pandemie andauert, umso mehr fragen sich viele, ob sich das klassische Büro überhaupt von dem Schlag, den COVID-19 der Idee einer räumlich engen Zusammenarbeit versetzt hat, erholen wird. Schnell wurde der Beginn einer neuen Ära der Telearbeit gepriesen, in der wir uns nicht mehr zwischen Arbeit, Freunden und Familie entscheiden müssen. Doch das Arbeiten von zu Hause aus – oder von anderswo – hat auch Nachteile: Je mehr sich diese Arbeitsform durchsetzt, desto grösser ist das Risiko, dass eine ständige Verfügbarkeit erwartet wird. Hinzu kommt, dass der Mensch ein soziales Wesen ist und gerne zusammenarbeitet. Was gewinnen bzw. verlieren wir, wenn das Büro als Konzept verworfen und das „goldene Zeitalter“ der Telearbeit eingeläutet wird?

Teilnehmer: Mason Currey, Matt Mullenweg, Nora Fehlbaum
15:00 – 16:00 – The home as a hub
Überall auf der Welt stehen die Stadtplaner in den Startlöchern. Es liegt auf der Hand, dass die Städte an neue Formen des Arbeitens, Lebens und sozialen Miteinanders angepasst werden müssen. Doch in welcher Form, das bleibt schwer fassbar. Hat sich das Büro wirklich überlebt? Wird es durch das Zuhause als einem vielseitigen, anpassungsfähigen Ort für alles ersetzt? Wird unsere Freiheit, aus der Distanz zu arbeiten, zu einem Boom des ländlichen Raums führen? Oder wird es in unseren Städten einfach ländlicher aussehen? Wird sich das städtische Leben in Zukunft eher wie ein Dorfleben anfühlen, wie es im Vorschlag der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo für eine „Stadt der 15 Minuten“ anklingt? Diese Diskussionsrunde befasst sich mit der Frage, ob eine Gesundheitskrise die Situation in den Städten tatsächlich zum Besseren verändern kann und damit einer neuen Generation von Experten für strategische Stadtentwicklung die Chance gibt, auf die sie vielleicht schon seit Jahrzehnten gewartet haben.

Teilnehmer: Beatrice Galilee, Joseph Grima, Maurice Cox, Stefano Boeri
16:00 – 17:00 – Replay: Will we miss the office if it disappears?
Ist das Büro, wie wir es kennen, Geschichte? Da das klassische Büro in COVID-Zeiten zu gefährlich und zu teuer geworden zu sein scheint, gibt es zunehmend Alternativen. Die wichtigste Frage ist jedoch weiterhin unbeantwortet: Werden wir das Büro vermissen, wenn es als Arbeitsort in Zukunft keine Rolle mehr spielen sollte? Lässt sich durch neue Konzepte und Produkte sein Fortbestand sichern? Und wirkt sich das auf unsere Arbeitsbeziehungen aus? Falls ja, wo (und wie) werden wir in Zukunft arbeiten? Angenommen, dass Zusammenarbeit und Austausch weiterhin einen hohen Stellenwert haben: Wie kann das zukünftige Büro so angepasst werden, dass es überlebt?

Teilnehmer: Esther Perel, Gianpiero Petriglieri, Mateo Kries, Sevil Peach
17:00 – 17:30 – Where to work better?
Wo können wir besser arbeiten? Die Referenten des Vitra Summit beantworten eine Frage.

Weitere Themen

Büros, gemeinsam genutzte Räume oder das eigene Zuhause – welche Themen sind wichtig? Welche Prozesse werden die Zukunft der Arbeit prägen? In einer Zeitschriften-Serie über die Welt der Arbeit und aktuelle Themen von globaler Tragweite laden wir Designer, Architekten und Branchenexperten ein, uns ihre Sicht der Dinge zu erläutern.

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