Recycelte Kunststoffe
Als recycelte Werkstoffe kommen bei Vitra verschiedene Kunststoffe (Polypropylen, ABS, Polyamid, Polyethylen, ASA) zur Herstellung von ganzen Produkten oder von Produktbauteilen zur Anwendung. Entscheidend für die Wahl eines Kunststoffs sind Parameter wie Einsatzzweck, Konstruktion, Festigkeit, Belastung, Farbgebung oder Haptik. Dabei wird unterschieden zwischen sogenannten Post-Consumer-Recyclingwerkstoffen und Post-Industrial-Recyclingwerkstoffen.

Post-Consumer-Recyclingwerkstoff: Wird aus Haushaltabfällen, primär Verpackungsmaterial gewonnen. Dies ist nur möglich, wo eine entsprechende Abfalltrennung für Haushalte etabliert ist, wie in Deutschland oder Österreich. Die Post-Consumer-Recyclingwerkstoffe von Vitra stammen aus der Sammlung «Gelber Sack» in Deutschland. Besteht die Möglichkeit, ein Produkt oder Bauteil in einem Post-Consumer-Recyclingwerkstoff herzustellen, geniesst dieser Priorität.

Post-Industrial-Recyclingwerkstoff: Kann ein Produkt oder Bauteil nicht in einem Post-Consumer-Recyclingwerkstoff hergestellt werden, prüft Vitra, ob das in einem Post-Industrial-Recyclingwerkstoff möglich ist. Es gibt in Industrieprozessen weltweit unzählige Verfahren, bei denen Ausschuss- und Abfallmaterial anfällt. Unter diesen untersucht Vitra laufend neue Möglichkeiten von Materialzusammensetzungen, die einen echten Recyclingwert darstellen und die auch bezogen auf die Transportwege und Fertigungsverfahren ökologisch sinnvoll sind.

Wenn wichtige Eigenschaften wie die Festigkeit oder Oberflächenbeschaffenheit etc. es verlangen, prüft Vitra in dritter Priorität, ob eine Mischung aus primär gewonnenem Material und einem Recyclingwerkstoff eine Lösung sein könnte. Bei solchen sogenannten Blends muss der Recyclingwerkstoffanteil jedoch immer grösser als 50 % sein.

Alle von Vitra eingesetzten recycelten Kunststoffwerkstoffe können ihrerseits am Ende des Produktlebens wieder zu 100 % recycelt werden.

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