Nach oben

Liane Forestieri: Wohnen mit den Eames

Liane Forestieri ist eine deutsche Schauspielerin, bekannt aus zahlreichen TV- und Kinofilmen. Sie lebt mit ihrer Familie in München.

«Als wir in dieses Jugendstil-Stadthaus eingezogen sind, haben wir viel umgebaut, aber auch viel bewahrt. Ich habe mich hauptsächlich um die Inneneinrichtung gekümmert, mein Mann sich um die Fassade. Wenn ich in einem Hotel bin, fange ich sofort an, die Möbel herumzuschieben und Lampen zu verstellen, bis es mir gefällt. Ich liebe Stoffe, Teppiche, Vorhänge, Pflanzen und unterschiedliche Muster und Texturen. Ich mag’s gerne wild und bunt. Es beruhigt mich, von ästhetischen Objekten umgeben zu sein. Dabei gibt es keine Regeln, es geht alles, was gefällt. Ich bin neugierig und finde, dass Einrichtungen viel über ihre Bewohner aussagen. Das interessiert mich.

«Der Lounge Chair hat diese Eleganz, diese lässige Zeitlosigkeit. Er sieht einfach überall gut aus.»
Liane Forestieri

Unser Haus hat fünf Etagen. Es gibt viele Rückzugsmöglichkeiten, so kann man es mehr als gut miteinander aushalten. Natürlich hüpften unsere beiden Kinder auf dem Sofa herum, als sie klein waren. Das ist okay, wir leben ja in einem Zuhause, nicht in einem Museum. Es sollen sich alle wohlfühlen. Wir haben gerne Gäste auch über Nacht.

Den Lounge Chair haben wir zweimal. Eine Vintage-Version steht im Büro meines Mannes in Berlin, ein Geschenk seiner Tante. Weil er schon als Student von diesem Sessel geschwärmt hatte, hat sie ihm eines Tages eine grosse Freude gemacht. Wenn sich Geschichten und Erinnerungen mit einem Möbelstück verbinden, wird dieses wertvoll, nicht durch den Preis. Wir haben uns dann noch einen für dieses Haus hier gekauft, aber der wurde sofort von unserer Tochter in Beschlag genommen. Ein Möbelklassiker spiegelt seine Zeit wider, er transportiert Ideen. Der Lounge Chair hat diese Eleganz, diese lässige Zeitlosigkeit. Er sieht einfach überall gut aus. Ich wünsche mir, dass unsere Kinder, wenn sie eines Tages ausziehen, etwas mitnehmen von hier, vielleicht in unseren Sesseln sitzen. Ich finde die Vorstellung tröstlich, dass Dinge überdauern. Auf den Lounge Chair hat meine Tochter längst Ansprüche angemeldet – und er sieht ja auch in einer Studentenbude cool aus.»