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Eames Shell Chairs

Wenn ein Stuhl revolutionär ist

Selten war eine Idee in der Geschichte des modernen Stuhls so folgenreich wie die Entwicklung des Kunststoffstuhls durch Charles und Ray Eames. Der Stuhl Nr. 14 von Thonet hatte im 19. Jahrhundert eine enorme Breitenwirkung entwickelt und Marcel Breuer, Mart Stam und Ludwig Mies van der Rohe hatten mit dem Einsatz von Stahlrohr für ihre Entwürfe in den 1920er-Jahren die Produktion und Ästhetik des Stuhls in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verändert.

Der Kunststoffstuhl von Charles und Ray Eames, der auf einer Idee aufbaute, die Charles für die «Low Cost Competition» des Museum of Modern Art von 1948 entwickelt hatte, führte mit Kunststoff – genauer: mit Fiberglas verstärktem Polyester – ein bisher für Möbel nicht verwendetes Material ein. Er präsentierte eine neue Form des Stuhls – den Schalensitz – und ersetzte die Vorstellung, dass ein Stuhl ein untrennbares Ganzes von Sitz und Untergestell sei, durch die Möglichkeit der Verbindung von Sitzschalen mit unterschiedlichen Untergestellen.

© Eames Office, LLC

So entstand eine Stuhlfamilie, die dank ihrer Kombinationsmöglichkeiten fast jeden Einsatzbereich abdeckte – zuhause, im Büro und im öffentlichen Bereich. Für Stühle zum Arbeiten, Esszimmerstühle, Stühle für grosse Säle, niedrige Stühle, Schaukelstühle, Hörsaalbestuhlung, Stapelstühle, gepolsterte und ungepolsterte Stühle, Stühle in vielen Farben, Wartestühle etc.

Dieses Stuhlkonzept dominierte die folgenden Jahrzehnte. Erstaunlich ist dabei, dass die Stühle von Charles und Ray Eames nicht nur Wegbereiter waren, sondern trotz der gestalterischen Zurückhaltung der Eames eine Formensprache ausweisen, die sich von den unzähligen Entwürfen, die andere Designer in den Folgejahren für diese Typologie entwickelten, klar unterscheidet und uns bis heute anspricht.

Fiberglas

Auf der Suche nach alternativen Materialien stiessen die Eames auf mit Fiberglasfasern verstärktes Polyesterharz, das bis dahin vornehmlich zu militärischen Zwecken, zum Beispiel für Gehäuse von Radargeräten, verwendet worden war. Sie erkannten die Vorteile des Materials – Formbarkeit, Festigkeit und Eignung zur industriellen Verarbeitung – und nutzten sie konsequent. Mit dem für die Möbelindustrie neuen Material gelang es ihnen, die Sitzschalen zur Serienreife zu entwickeln: der Fiberglass Chair war geboren. Seine organisch geformte, einteilige Sitzschale war zu einer Zeit, in der Stühle vornehmlich einen Sitz und eine Rückenlehne hatten, ein vielbeachtetes Novum. Fiberglas bot dazu die Vorteile einer angenehmen Haptik und einer leicht verformbaren Schale, die für guten Komfort sorgte.

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Polypropylen

In enger Zusammenarbeit mit dem Eames Office, das von der Eames-Familie geleitet wird, hat Vitra 1999 den Eames Plastic Chair in Polypropylen lanciert. Polypropylen ist ein qualitativ hochwertiger, stabiler Kunststoff, der sich als Ersatz für Fiberglas eignet und recycelbar ist. So konnten die Stühle der Eames Plastic Group wieder ökologisch hergestellt werden. Trotz des Erfolgs dieser neuen Generation von Plastic Chairs ist bei Vitra das Interesse am ursprünglichen Material nie erloschen und die Fortschritte bei Produktionsmethoden für Fiberglas wurden laufend verfolgt.

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Die Kraft des guten Designs

Ganz im Sinne der Tradition und des Geistes von Charles und Ray Eames steht die Nachhaltigkeit des Designs bei Vitra im Mittelpunkt. Wir glauben an kraftvolle Entwürfe, die keine Rücksicht auf Style-Trends nehmen und auf überflüssige Details verzichten.

Mit über 100.000 Konfigurationsmöglichkeiten, 23 Schalenfarben und 36 Polstermöglichkeiten findet sich für jeden Geschmack und jedes Zuhause der perfekte Eames-Schalenstuhl. Ob aus Fiberglas, Polypropylen oder geschweisstem Stahldraht: Die Form der Eames-Sitzschalen folgt den Konturen des menschlichen Körpers und sorgt für angenehmen Komfort.

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Dieses Produkt wurde gestaltet von
Charles & Ray Eames
Charles & Ray Eames zählen zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Designs im 20. Jahrhundert. Sie haben u.a. Möbel entworfen, Filme gedreht, fotografiert und Ausstellungen konzipiert. Vitra ist der einzige legitimierte Hersteller ihrer Produkte für Europa und den Mittleren Osten und gibt Ihnen die Sicherheit, ein Eames-Original zu besitzen.
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Das Original kommt von Vitra

Gönnen Sie sich ein Original. Denn: Ein Original behält seinen Wert. Ein Imitat ist und bleibt eine billige Kopie, eine gestohlene Idee. Den Unterschied machen dabei Dinge, die man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht sieht – aber spürt. Ein Original wird Sie lange begleiten. Wohl überleben sogar. Die nächste Generation wird also auch Freude an Ihrer Entscheidung haben.

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