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On

Zürich, Schweiz

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Die junge, erfolgreiche Laufschuhmarke On hält im neuen Büro in Zürich ihre Leute in Bewegung: Während in Arbeitsräumen üblicherweise kurze Wege angestrebt werden, bewegt sich das On-Team im mehr als 100 Meter langen Office entlang eines zentralen Weges. Es gibt weder abgrenzende Wände, noch fest zugeordnete Arbeitsplätze. So legen die Mitarbeiter täglich zwei bis drei Kilometer zurück und es entsteht ein Austausch, den es in einem herkömmlichen Büro nicht gäbe. Eine solch dynamische Umgebung lebt von Emotionen und verlangt nach Wohnlichkeit – nach Sofas, die auch im Büro funktionieren und Bürostühlen, die im Home Office stehen könnten. Diese Transversalität wird durch die breite Produktpalette von Vitra abgedeckt, weshalb das gesamte On-Office mit Möbeln von Vitra eingerichtet werden konnte.
  • Innenarchitektur
    Brunner Mettler Co. / On
  • Fotograf
    Eduardo Perez


«Büros, die die Marke mit definieren»

Gespräch mit David Allemann und Thilo Alex Brunner

In Zürich hat das Schuhlabel On mit Vitra sein neues Büro eingerichtet. Das Jungunternehmen, dessen neuartiger Laufschuh in wenigen Jahren den Weltmarkt eroberte, setzt auf ein Raumkonzept, das die Marke zum Erlebnis macht und die Teamkultur fördert wie in einer Sportmannschaft. Freunde von Freunden haben den Mitgründer David Allemann besucht und mit ihm und dem Designer Thilo Alex Brunner über das Konzept gesprochen.

Was war der individuelle Ansatz zum Ausbau eurer Büroräume?

David Allemann: Die entscheidende Frage war nicht, wie das Büro aussehen soll, sondern wie wir unsere Marke dreidimensional bauen wollten. Bei On ist immer alles im Fluss, alles verändert sich. Dieser Gedanke hat für uns als junge Sportmarke eine zentrale Bedeutung. Entsprechend wünschten wir uns ein Büro, das diesen Spirit aufgreift und sich verändern kann. Wir verstehen unseren Arbeitsplatz als offenen Campus, der sich ohne grossen Aufwand an unsere wachsende Zahl von Mitarbeitern anpasst. Gleichzeitig ist er ein Begegnungsraum, eine Art Piazza, auf der sich viele Leute treffen. Uns war klar, dass der neue On Campus die Marke mit definieren kann.

Wie lässt sich diese Idee in ein Raumkonzept übersetzen?

Thilo Alex Brunner: Unser wichtigster Leitgedanke war, dass es kein finales Layout geben soll, keine starren Wände und möglichst wenig abgeschlossene Räume. So hat man überall auf unserem Campus den gesamten Raum im Blick. Unser Büro bündelt diese Funktionen in einem strukturierten Open Space, der in einzelne, vielfach nutzbare offene Zonen eingeteilt ist und sich an unsere Bedürfnisse anpasst.

Ein «strukturierter Open Space» - wie sieht das konkret aus?

David Allemann: Wir haben eine Play Area mit einem langen Sofa und einer Küche. Hier essen wir oft mittags gemeinsam an einem grossen Tisch. Der hintere Bereich des Büros ist als Work Area gestaltet. Hier wird an grossen und kleineren Joyn-Tischen gearbeitet und es gibt Stehpulte mit verschiedenen Möglichkeiten für ruhige Zweiergespräche und konzentriertes Arbeiten. Ausserdem gibt es bei On die Gym-Zone. Wir sind eine Sportmarke und machen mittags oft gemeinsam mit Freunden und Kollegen Sport. Das wirkt sich unglaublich auf den Teamgeist aus.