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Miniatures Diamond Chair

Harry Bertoia, 1952/53
Der aus Italien stammende Harry Bertoia war zunächst ausschließlich Bildhauer. In Techniken, die er aus seinen Goldschmiedearbeiten und Skulpturen aus Eisendraht kannte, formte er eine Reihe von Sesseln und Stühlen, die er bis 1953 zusammen mit Spezialisten der Firma Knoll zur Serienreife entwickelte.

Die Konstruktion des »Diamond Chair« trennt klar zwischen den unterschiedlichen Funktionen des Sessels: die transparente Sitzschale aus Draht, die wie ein im Raum erstarrtes Netz zu organisch verformten Rauten gebogen ist, und das Gestell aus Rundstahl, das diese Form wie einen geschliffenen Diamanten fasst.

Bertoia betrachtet Möbel ähnlich wie seine Skulpturen und erklärte: »Bei den Stühlen muss man zuerst viele funktionale Probleme lösen, aber genau genommen sind Stühle auch Studien in Raum, Form und Metall. Wenn man genau hinschaut, wird einem klar, dass sie hauptsächlich aus Luft bestehen. Der Raum geht direkt durch sie hindurch.«
Informationen
Produktfamilie
Miniatures Collection
Seit über 20 Jahren bildet das Vitra Design Museum Meilensteine des Möbeldesigns aus seiner Sammlung in Miniaturform nach. Die Kollektion ist zu einem Destillat der Geschichte des industriellen Möbeldesigns gewachsen – vom Historismus und Jugendstil über die Neue Sachlichkeit des Bauhauses bis zum Radical Design, zur Postmoderne und schliesslich in die Gegenwart. Die Stühle sind massstabsgetreu auf ein Sechstel verkleinert und dem historischen Original bis ins kleinste Konstruktions-, Material- und Farbgebungsdetail nachgebildet. Das gilt selbst für die natürliche Maserung von Holz, die Nachbildung von Schrauben oder aufwendige handwerkliche Herstellungsweisen. Das macht die Miniaturen zu beliebten Sammelobjekten und zu gutem Anschauungsmaterial für Universitäten, Designschulen und Architekten.