Distributed Work

Nach einer einjährigen Homeoffice- und Remote-Erfahrung sind jetzt viele Unternehmen auf der Suche nach einem Modell, das für sie als Organisation und für die Mitarbeiter funktioniert. Jedes Modell für verteiltes Arbeiten – von der Vollzeit-Präsenz in gemeinsam genutzten Büros über Hybridformen bis zur vollständigen Arbeit aus der Distanz – wirft eine Reihe von Designfragen für das Zuhause und das Büro auf. In unserem neuen E-Paper stellen wir das eigene Modell von Vitra vor und präsentieren neueste Forschungsergebnisse und Best Practices von Vordenkern und ambitionierten Unternehmen.

Distributed Work

E-Paper 05

Was bedeutet der Umstieg auf ein Distributed-Work-Modell, das mit Ausbruch der Pandemie relevant wurde, mittel- bis langfristig für Unternehmen und Organisationen? Dieser zentralen Frage sind wir in der Vitra Session zum Thema «Distributed Work» am 11. März nachgegangen. Designer, Vordenker und Branchenexperten haben die Veranstaltung mit ihren Beiträgen bereichert. Der lebendige Austausch hat den Massstab für die Sessions gesetzt, die noch folgen werden.

Weitergehende Analysen und Erkenntnisse zum Thema «Distributed Work» liefert die neueste Ausgabe unseres E-Papers, die jetzt zum Download bereitsteht. Sie finden darin umfassende Essays, inspirierende Interviews mit Vordenkern und führenden Persönlichkeiten der Wirtschaft, wissenschaftliche Erkenntnisse, zukunftsweisende Raumlösungen und weitere hilfreiche Inhalte.
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Arbeit und räumliche Interaktion neu gestalten

Unternehmen können verteiltes Arbeiten unterschiedlich umsetzen. Wichtige Rollen spielen dabei die vorhandene Organisationsstruktur, die Erwartungen der Mitarbeiter, die Funktionen, die sie ausüben, und die damit verbundenen Aufgaben und nicht zuletzt die Unternehmenskultur. Arbeitgeber müssen sich die Struktur ihrer Organisation genau ansehen und die Aufgaben ihrer Belegschaft analysieren, um zu beurteilen, welches Modell des verteilten Arbeitens für sie am besten geeignet ist. Viele körperliche und manuelle Tätigkeiten oder solche, die den Einsatz von fest installierten Anlagen erfordern, können nicht aus der Distanz durchgeführt werden. Dazu gehören etwa die Pflege, die Bedienung von Maschinen, die Arbeit mit Laborgeräten oder Kundentransaktionen vor Ort in Geschäften. Im Gegensatz dazu können zum Beispiel das Sammeln und Verarbeiten von Informationen, die Kommunikation mit anderen, Unterrichten und Beraten sowie das Codieren von Daten problemlos remote erledigt werden.

Fünf Gründe, warum verteiltes Arbeiten uns weiter begleiten wird

Zwischen Mai und November 2020 wurde während mehrerer Covid-19-Wellen eine Umfrage unter 22.500 berufstätigen Amerikanern durchgeführt (Barrero, Bloom & Davis, 2021), um verschiedene Formen der Arbeit im Homeoffice während der Lockdown-Phase und danach zu analysieren. Die Ergebnisse lassen darauf schliessen, dass die Anzahl der Menschen, die von zu Hause aus arbeiten, zwar wieder gesunken ist, der Prozentsatz derer, die wieder im Büro präsent sind, jedoch immer noch weit von den Werten vor der Pandemie entfernt ist. Die Teilnehmer an der Studie berichten, dass ihre Arbeitgeber von ihnen erwarten, dass sie im Durchschnitt 22 % aller bezahlten Arbeitstage von zu Hause aus arbeiten – ein Anstieg von 50 % im Vergleich zum Niveau vor der Pandemie. Die Einstellung zur Fernarbeit hat sich dabei allgemein verändert.
Unternehmen konnten bewerten, wie gut WFH (Work from Home, «Arbeiten im Homeoffice») für ihre gesamte Organisation funktioniert
Mehrere Umfragen deuten darauf hin, dass die Erfahrungen mit WFH im Jahr 2020 für die Mehrheit der Unternehmen und Mitarbeiter positiv und besser als erwartet waren.
Es wurde beträchtlich in Ausstattung und Infrastruktur investiert, um WFH zu ermöglichen
Der durchschnittliche Arbeitnehmer hat mehr als 14 Stunden und etwa 600 US-Dollar in Ausstattung und Infrastruktur investiert, damit WFH möglich ist, und Unternehmen haben beträchtliche Summen in Back-End-Informationstechnologien und Ausstattung investiert, um die Remote-Arbeit zu unterstützen.
Beim sozialen Miteinander auf der Arbeit werden Mitarbeiter zurückhaltender sein als in der Vor-Pandemie-Zeit
Die Angst vor persönlicher Nähe wird wahrscheinlich auch nach der Pandemie bis zu einem gewissen Grad bestehen bleiben. Mitarbeiter werden höchstwahrscheinlich weiterhin die U-Bahn, dicht besetzte Fahrstühle und Restaurants meiden wollen.
Die Innovationsrate der Technologien, die das Arbeiten im Homeoffice erleichtern, hat sich beschleunigt
WFH hat den Markt für Kommunikationsgeräte und -software angekurbelt und Forschung und Innovation beflügelt.
Das Stigma der Telearbeit verblasst
Der Ruf von WFH hat sich seit der Pandemie verbessert. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sind jetzt stärker bereit, sich darauf einzulassen.

Auszeit

Was hält eine Kaffeemaschine davon, dass im Lockdown zufällige, ungezwungene Begegnungen ausblieben?

Im Lockdown lag der Fokus vor allem auf den Mitarbeitern und wie gut diese ausserhalb des Büros zurechtkamen. Aber was ist mit den Gegenständen, die wir im Büro zurückgelassen haben? Denn die Kaffeemaschine war mehr als nun ein Getränkeautomat. Sie war ein Ort spontaner sozialer Begegnungen, an dem wir zwischen Meetings auf unseren CEO trafen, einer Kollegin begegneten, die gerade aus dem Mutterschaftsurlaub zurückgekehrt war, unsere «Arbeitsehepartner» nach dem Urlaub wieder trafen oder von einem neuen Projekt aus einer anderen Abteilung erfuhren. Wir haben unsere Kaffeemaschine vermisst. Aber wie gut ist sie ohne uns klargekommen?

Consulting & Planning Studio

Das Vitra Consulting & Planning Studio bietet Beratungsleistungen und Tools, um mit Partnern, Entscheidern und Mitarbeitern Büros neu zu denken und in zukunftsfähige Arbeitsräume zu verwandeln. Ein über Jahrzehnte entwickelter Prozess bildet die Grundlage für massgeschneiderte Resultate. Unsere Teams beraten Sie dabei, Ihre Büros mit dem Fokus auf die Produktivität und Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter neu zu erfinden und verbesserte Arbeitsergebnisse für Ihre gesamte Organisation zu erreichen.

Lesen Sie in unseren E-Papers, wie die Zukunft von gemeinsam genutzten Räumen aussehen könnte.

Vitra Sessions

Nach dem Vitra Summit, unserem ersten zweitägigen virtuellen Event im Oktober 2020, starten wir 2021 eine Reihe von kurzen digitalen Sprints: die Vitra Sessions.

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