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Miniatures Aluminium Chair

Charles & Ray Eames, 1958
Die Möbel der Indoor-Outdoor-Gruppe gehen zurück auf eine Anregung Alexander Girards und Eero Saarinens, die für das von ihnen soeben fertig gestellte Haus Irvin Millers das passende Mobiliar suchten. Girard, der sich als Architekt unter anderem für Gartenbau interessierte, beklagte, dass es wohl zeitgemäße Inneneinrichtungen gab, nicht aber ansehnliche Terrassen- oder Gartenmöbel.

Diese Überlegung beschäftigte Charles Eames, bis ihm während eines Fluges die Idee zu einer Aluminium-Rahmenkonstruktion mit dazwischen gespanntem Stoff kam. Er wollte eine körperangepasste Form entwickeln, doch nicht als harte Schale, sondern als elastische Stoffbahn zwischen zwei den Körperkonturen folgenden Holmen. An den Seiten erhielt der Stoff eine Verstärkung durch einen schmalen Kunststoffstreifen, der in einer nach außen gewandten Nut steckte.

Materialexperimente für die Bespannung führten später zu einem gepolsterten Sandwich-Aufbau aus zwei Lagen »Naugahide« mit einer dünnen Füllung aus Vinyl-Schaum und Vinyl-Watte, die im Abstand von 1 7/8 Zoll durch hochfrequentes Schweißen abgesteppt wurden, wodurch die Stühle und Sessel der Aluminium Group ihr heutiges Aussehen erhielten. Ursprünglich für den Außenbereich entwickelt, finden sie als die ersten in Serie hergestellten Aluminiumsessel und -stühle heute nur noch in Innenräumen Verwendung.
Informationen
Produktfamilie
Miniatures Collection
Seit über 20 Jahren bildet das Vitra Design Museum Meilensteine des Möbeldesigns aus seiner Sammlung in Miniaturform nach. Die Kollektion ist zu einem Destillat der Geschichte des industriellen Möbeldesigns gewachsen – vom Historismus und Jugendstil über die Neue Sachlichkeit des Bauhauses bis zum Radical Design, zur Postmoderne und schliesslich in die Gegenwart. Die Stühle sind massstabsgetreu auf ein Sechstel verkleinert und dem historischen Original bis ins kleinste Konstruktions-, Material- und Farbgebungsdetail nachgebildet. Das gilt selbst für die natürliche Maserung von Holz, die Nachbildung von Schrauben oder aufwendige handwerkliche Herstellungsweisen. Das macht die Miniaturen zu beliebten Sammelobjekten und zu gutem Anschauungsmaterial für Universitäten, Designschulen und Architekten.