Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ist kein Projekt. Sie steht für eine unternehmerische Haltung, die in jeder Tätigkeit Ausdruck findet. Darin, mit wem Vitra arbeitet (43 Nationalitäten, 41 % Frauen in Führungspositionen). Darin, wie Vitra Mitarbeiterinnen unterstützt (etwa mit einer betriebseigenen Kita), den Campus öffentlich zugänglich macht und gestaltet (zum Beispiel mit dem neuen Oudolf Garten) oder wie Vitra Produkte entwickelt und produziert. Darin, wo Vitra Materialien bezieht, seine Lieferkette organisiert, Gebäude betreibt (mit Energie aus Wasserkraft) und darin, wie neue Erkenntnisse über das eigene Handeln als Chancen zur Weiterentwicklung betrachtet werden.

Vitra hat den Firmensitz in Birsfelden, Schweiz und unterhält Produktionsstätten in Weil am Rhein (Deutschland), Szombathely (Ungarn) und für den asiatischen Markt in Sugito (Japan).
Vitra hat sich für die kommenden Jahre drei Ziele gesetzt:

Nachhaltigkeitsverständnis

Die enge und langdauernde Verbindung mit Charles und Ray Eames hat Vitra geprägt. Anknüpfend an die Denktradition des Designerpaares steht die Langlebigkeit der Produkte im Zentrum des Beitrags von Vitra zu einer nachhaltigen Entwicklung. Modisches Styling und kurzfristige Trends werden vermieden. Am deutlichsten wird das an den Klassikern: Dank ihrer ästhetischen und funktionalen Langlebigkeit bleiben sie während Jahrzehnten aktuell und in Gebrauch, können über den Sekundärmarkt mehrmals den Besitzer wechseln und sogar Teil einer Sammlung werden.

Mit Möbeln von höchstem funktionalem und ästhetischem Anspruch schafft Vitra einen Mehrwert für Menschen in Wohn- und Arbeitsumgebungen. Integrale Bestandteile des gesamten Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsprozesses sind die grösstmögliche Reduktion von Umwelteinflüssen, die Antizipation von Szenarien des Produktlebensendes und die begleitenden Arbeitsumstände – im Unternehmen und bei Partnern und Lieferanten. Die Beziehungen zu Mitarbeiterinnen, Partnern, Architektinnen, Lieferanten und Kundinnen liegen Vitra am Herzen und sollen langanhaltend und für beide Seiten befruchtend sein.

Produkte die lange leben

Um Produkte von möglichst langer Lebensdauer zu entwickeln, wird auf überflüssige Details verzichtet und kurzlebigen Trends widerstanden. Diese ästhetische Langlebigkeit wird durch die Qualität von Material, Konstruktion und Fertigung erst möglich. Sie manifestiert sich in Garantien von 10 oder 30 Jahren für die Klassiker, statt der üblichen zwei.
«Der grösste Beitrag von Vitra an die Nachhaltigkeit sind langlebige Produkte, die alles Überflüssige weglassen. Unsere Wurzeln im Design der Moderne würden nichts anderes erlauben.»
Nora Fehlbaum, Vitra CEO

Den gesamten Lebenszyklus beachten

Das Lebensende eines Produkts ist ein trauriges Ereignis. Damit Vitra-Produkte möglichst lange im Umlauf bleiben, sind sie so konstruiert, dass Wiederverwertung einfach ist. Reparaturen, Rücknahmen und verlängerte Garantien fördern die Erhaltung. Und in Vitra Circle Stores werden gebrauchte Vitra-Produkte angekauft, instandgesetzt und wieder in Umlauf gebracht.

Materialien

Durch Beschaffungsrichtlinien und den Nachweis von Zertifikaten stellt Vitra sicher, dass die eingekauften Materialien die selbstauferlegten Bedingungen in Bezug auf Menschenrechte und Umweltstandards erfüllen. Die Produkte und eingesetzten Materialien werden laufend analysiert und die Richtigkeit der Vorgehensweise durch externe Institute überprüft. 46 % der Zulieferer von Vitra stammen aus Deutschland und 97 % aus Europa. Als global agierendes Unternehmen bringt Vitra die Produkte möglichst ressourceneffizient zu Kunden auf der ganzen Welt.
«Wir suchen immer nach den besten Lösungen und entwickeln unsere Produkte weiter – nicht nur in Bezug auf formelle Aspekte, sondern auch auf Materialien. Wenn wir auf ein neues, nachhaltigeres Material stossen, das unsere Qualitätskriterien erfüllt und unsere rigorosen Tests besteht, dann setzen wir dazu geeignete Produkte in diesem Material um.»
Nora Fehlbaum, Vitra CEO

Kulturelles Engagement

Vitra betreibt ein grosses ausserbetriebliches kulturelles Engagement. Ein substanzieller Anteil des Ertrags wird zur Pflege von kulturellem Erbe im Bereich Design und Architektur eingesetzt. International werden verschiedene Institutionen unterstützt. Regelmässig profitieren beispielsweise die Eames Foundation, die sich um den Erhalt des Eames House in Pacific Palisades, Kalifornien, kümmert, die Alvar Aalto Foundation in Finnland und die Barragan Foundation mit Sitz in der Schweiz.

Ein wesentlicher Teil des Engagements kommt dem 1989 gegründeten Vitra Design Museum zugute. Dieses ist kein Firmenmuseum, sondern als unabhängige Stiftung eine weltweit anerkannte Kultur- Institution zur Erforschung und Vermittlung von Design und Architektur. Das Vitra Design Museum veranstaltet Ausstellungen, Workshops und architektonische Führungen, verfügt über eine der umfangreichsten Sammlungen industriell gefertigter Möbel, betreut einige Nachlässe bedeutender Designer und veröffentlicht Publikationen zu Design und Architektur. Durch seine Aktivitäten ist es zum Modellfall einer privat initiierten Institution mit unabhängiger Kulturarbeit geworden.

Darüber hinaus werden auf dem Vitra Campus Objekte und Bauwerke realisiert und gepflegt, die der Öffentlichkeit die Thematik Design, Architektur und Kunst näherbringen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Vitra Campus stellt ein langfristiges Bekenntnis zum Unternehmensstandort in Weil am Rhein dar.

Biodiversität auf dem Vitra Campus

Vitra setzt sich langfristig für eine ökologisch verantwortungsvolle Landnutzung ein. Auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein wird Sorge dafür getragen, dass ein Gegengewicht zu den durch Bauten und Verkehrswegen versiegelten Flächen besteht. Grosse, natürliche Blumenwiesen erstrecken sich insbesondere im nördlichen Teil zwischen den Gebäuden und stellen einen Bezug zur von Landwirtschaft und Weinbau geprägten Landschaft des benachbarten Tüllinger Hügels her.

Vitra als Arbeitgeber

Vitra legt grossen Wert auf Arbeitsumgebungen und -bedingungen, die zur persönlichen Inspiration beitragen und damit produktiv sind. Gesunde und zukunftsweisende Arbeitsverhältnisse für alle Mitarbeiter sind das Ziel. Vitra ist überzeugt, dass die besten Ergebnisse in Teamarbeit von Kolleginnen mit vielfältigen Ausbildungen, Biografien und Interessen entstehen. Unterschieden wird Raum gegeben, Verbindendes wird betont. Vitra fördert lebenslanges Lernen und die Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen innerhalb des Unternehmens. Talentierte und motivierte Mitarbeiter haben eine langfristige Perspektive im Unternehmen. Vitra sieht das Interesse und die Neugierde für das kulturelle Spektrum des Unternehmens als Grundlage für den unternehmerischen Erfolg. Um die Identifikation mit dem Projekt Vitra zu fördern, können Mitarbeiterinnen regelmässig Angebote im Bereich Design und Architektur wahrnehmen.
Jobs & Karriere

Vielfalt als Gewinn

Spezialisten beider Geschlechter mit diversesten Ausbildungen und aus allen Teilen der Welt arbeiten zusammen an unterschiedlichsten Aufgaben. Begegnungen werden gefördert, während der Arbeit und in der Freizeit – zum Beispiel auch, indem Mitarbeiter und ihre Angehörigen die kulturellen Angebote vergünstigt wahrnehmen können. Kantinen mit einem gesunden Ernährungsangebot sind als lebenswerte Orte der Kommunikation angelegt, man begegnet sich an Mitarbeiterfesten, beim Museumsbesuch, am Konzert einer Vitra Campus Night oder beim sonntäglichen Familienausflug auf den Campus bei Kaffee und Kuchen im VitraHaus Café.
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