Water Garden
Bas Smets’ Teichlandschaft für ein sich wandelndes Klima

Der Water Garden vor dem Vitra Design Museum bereichert den Vitra Campus mit Wasser, Artenvielfalt und neuen Orten zum Verweilen. Gespeist von Regenwasser, das von den umliegenden Dächern gesammelt wird, schafft die Teichanlage ein kühlendes Mikroklima und einen vielfältigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Entstanden ist sie im Rahmen einer mehrjährigen Kooperation mit dem belgischen Landschaftsarchitekten Bas Smets, mit der der Vitra Campus klimaresilienter gestaltet wird.
Mit dem Water Garden wurde auch diesen Sommer auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein ein neues Projekt umgesetzt – nach dem Tane Garden House 2023, dem Khudi Bari 2024 und dem Doshi Retreat 2025. Das neue architektonische Highlight ist ein weiterer Schritt in der langfristigen Zusammenarbeit zwischen Bas Smets und Vitra, deren Ziel es ist, den Campus mit seiner Architektur von internationaler Bedeutung widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels zu machen.
Das Gelände, das Bas Smets für den Water Garden in ein lebendiges Ökosystem verwandelt hat, befindet sich unmittelbar neben dem Vitra Design Museum von Frank Gehry. Das Projekt basiert auf Smets’ Masterplan, mit welchem schon 2023 junge Bäume gepflanzt wurden, um Mikro-Wälder nach den Prinzipien des japanischen Botanikers Akira Miyawaki zu schaffen. Dessen Ansatz basiert darauf, natürliche Waldökosysteme nachzuahmen.
Mit dem Water Garden wurde auch diesen Sommer auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein ein neues Projekt umgesetzt – nach dem Tane Garden House 2023, dem Khudi Bari 2024 und dem Doshi Retreat 2025. Das neue architektonische Highlight ist ein weiterer Schritt in der langfristigen Zusammenarbeit zwischen Bas Smets und Vitra, deren Ziel es ist, den Campus mit seiner Architektur von internationaler Bedeutung widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels zu machen.
Das Gelände, das Bas Smets für den Water Garden in ein lebendiges Ökosystem verwandelt hat, befindet sich unmittelbar neben dem Vitra Design Museum von Frank Gehry. Das Projekt basiert auf Smets’ Masterplan, mit welchem schon 2023 junge Bäume gepflanzt wurden, um Mikro-Wälder nach den Prinzipien des japanischen Botanikers Akira Miyawaki zu schaffen. Dessen Ansatz basiert darauf, natürliche Waldökosysteme nachzuahmen.
«Das erste Gebäude auf dem Vitra Campus war ein Fabrik- und Bürogebäude aus dem Jahr 1954. Es entstand auf einer Fläche, die zuvor ein Garten gewesen war. Die Entwicklung des Campus ging über viele Jahrzehnte hinweg zulasten der natürlichen Umgebung. Mit der Erweiterung der Produktionsflächen verschwanden zahlreiche Kirschbäume – ohne dass dieser Verlust hinterfragt wurde», sagt Rolf Fehlbaum, Chairman Emeritus von Vitra.
«Ein Umdenken setzte 1994 mit dem Konferenzpavillon von Tadao Ando ein. Das Gebäude wurde so behutsam in einen Kirschgarten eingefügt, dass lediglich drei Bäume gefällt werden mussten. Zum ersten Mal wurde das Verhältnis von Architektur und Natur auf dem Areal neu betrachtet. Ab 2010 wurden rund um das VitraHaus Bäume gepflanzt, später folgte in Zusammenarbeit mit Günther Vogt ein erster umfassender Landschaftsplan. Der eigentliche Durchbruch kam jedoch mit dem Oudolf Garten im Jahr 2021 – einem Projekt, das sich wie eine Versöhnung mit den vorausgegangenen Jahrzehnten anfühlte. Von diesem Garten ausgehend wurde der gesamte Campus mit einem neuen Blick betrachtet.»
Der Water Garden besteht aus einem organisch geformten Wasserbecken, das von Bäumen und Wasserpflanzen umgeben ist. Die Auswahl und Anordnung der Arten erfolgte gezielt, um die Biodiversität zu fördern, Vögeln Lebensraum zu bieten und Fische anzusiedeln. So entsteht ein neuer ökologischer Lebensraum auf dem Campus. Für das Becken wurden rund 500 Kubikmeter Erde ausgehoben, die zur Errichtung einer von der Strasse abschirmenden Böschung verwendet wurde.
«Ein Umdenken setzte 1994 mit dem Konferenzpavillon von Tadao Ando ein. Das Gebäude wurde so behutsam in einen Kirschgarten eingefügt, dass lediglich drei Bäume gefällt werden mussten. Zum ersten Mal wurde das Verhältnis von Architektur und Natur auf dem Areal neu betrachtet. Ab 2010 wurden rund um das VitraHaus Bäume gepflanzt, später folgte in Zusammenarbeit mit Günther Vogt ein erster umfassender Landschaftsplan. Der eigentliche Durchbruch kam jedoch mit dem Oudolf Garten im Jahr 2021 – einem Projekt, das sich wie eine Versöhnung mit den vorausgegangenen Jahrzehnten anfühlte. Von diesem Garten ausgehend wurde der gesamte Campus mit einem neuen Blick betrachtet.»
Der Water Garden besteht aus einem organisch geformten Wasserbecken, das von Bäumen und Wasserpflanzen umgeben ist. Die Auswahl und Anordnung der Arten erfolgte gezielt, um die Biodiversität zu fördern, Vögeln Lebensraum zu bieten und Fische anzusiedeln. So entsteht ein neuer ökologischer Lebensraum auf dem Campus. Für das Becken wurden rund 500 Kubikmeter Erde ausgehoben, die zur Errichtung einer von der Strasse abschirmenden Böschung verwendet wurde.
«Der Water Garden verbindet die umliegenden Gebäude und Objekte miteinander und verändert gleichzeitig die Beziehungen zwischen ihnen.»
Für Bas Smets ist der Water Garden Teil eines grösseren Zusammenhangs: «Es ist diese besondere Verbindung von Landschaftsarchitektur und Kunst.» Seine Arbeit ergänzt die Gebäude und Objekte von Frank Gehry, Tadao Ando, Balkrishna Doshi und Claes Oldenburg die sich in unmittelbarer Nähe des Water Garden befinden. Gleichzeitig schafft die Landschaft neue Beziehungen zwischen ihnen: «Die Landschaft verbindet all diese Objekte miteinander und verändert die Art und Weise, wie sie zueinander in Beziehung stehen.»


Für Smets war die Zusammenarbeit mit Vitra ein aussergewöhnlicher Prozess: «Ich mag die Vorstellung, dass bei Vitra ein Stuhl intensiv getestet wird, bevor er auf den Markt kommt. Deshalb dachte ich: Warum nicht auch für eine Landschaft einen Prototyp entwickeln? Und Vitra war bereit, diesen Weg mitzugehen. Eine Stadt würde so etwas kaum zulassen – dort wird meist sofort die endgültige Lösung erwartet.» Die Entwicklung des Projekts ist noch nicht abgeschlossen.
Im Water Garden sind drei grosse Keramikskulpturen von Hella Jongerius aus ihrer Serie «Angry Animals» als Springbrunnen installiert. Entlang des Wegs um den Water Garden herum finden sich zudem eine fischförmige Bank von Balkrishna Doshi sowie ein kleines Haus von Jean Prouvé – eine Re-Edition des Maison Démontable 4x4.
Im Water Garden sind drei grosse Keramikskulpturen von Hella Jongerius aus ihrer Serie «Angry Animals» als Springbrunnen installiert. Entlang des Wegs um den Water Garden herum finden sich zudem eine fischförmige Bank von Balkrishna Doshi sowie ein kleines Haus von Jean Prouvé – eine Re-Edition des Maison Démontable 4x4.
«Mit dem Oudolf Garten als Ausgangspunkt haben wir den Campus neu betrachtet», sagt Fehlbaum. «In diesem Zusammenhang kam Bas Smets ins Spiel. Er analysierte das gesamte Gelände und entwickelte eine langfristige ökologische Strategie für die schrittweise Transformation der Campus-Landschaft. Sichtbar wurde dies zunächst mit den Miyawaki-Wäldern und nun mit dem Water Garden. Weitere Schritte werden folgen: die Reduktion versiegelter Flächen, zusätzliche Mikro-Wälder und die kontinuierliche Förderung der Biodiversität auf dem Campus.»

Veröffentlichungsdatum: 05.08.2026, zuerst veröffentlicht bei wallpaper.com
Autorin: Ellie Stathaki
Bilder: 1., 3., 5., 6., 11. © Vitra, Foto: Dejan Jovanovic; 2., 4. © Bureau Bas Smets; 7., 8., 9., 10. © Vitra, Foto: Julien Lanoo









